- Braucht man Zucker?
- Der 'Geschmack des Sonnenlichts' kommt aus dem Zuckergehalt der Frucht. Offiziell (laut Gesetz) darf echtem Pálinka kein Zucker zugesetzt werden. Zucker im Rezept ist nur 'Ersatzsonne' in schlechteren Jahrgängen, kann aber die Qualität mindern (er wird kratziger).
- Warum entsteinen?
- Der Aprikosenkern enthält zyanidhaltige Verbindungen (Amygdalin), die sich beim Kochen in giftiges Ethylcarbamat umwandeln können und dem Destillat einen bitteren Mandelgeschmack verleihen.
Aprikosenschnaps (Barackpálinka)
Zutaten
Benötigtes Zubehör
- Großes Gärfass (mit Gärspund)
- Destilliergerät (Schnapsbrennkessel)
- Entsteiner
- Alkoholmeter
Zubereitung
Sortiere die Früchte. Nur perfekt reife, unversehrte Aprikosen dürfen hinein. Wasche und entsteine sie.
Zerdrücke das Fruchtfleisch zu Brei, aber zerstoße die Kerne nicht! Gib alles in den Gärbehälter.
Rühre die Hefe unter (falls du Hefenährsalz verwendest, auch dieses). Verschließe das Fass mit einem Gärspund.
Lasse die Maische bei 18–20 °C für ca. 2–3 Wochen gären. Wenn das Blubbern aufhört und der 'Tresterhut' absinkt, ist die Maische fertig.
Brennen (in einer Lohnbrennerei oder zu Hause, wo erlaubt): Die Maische wird erhitzt, der Alkohol verdampft und kondensiert. Trenne den Vorlauf (riecht nach Klebstoff/Nagellackentferner) und den Nachlauf (sauer, muffig) ab. Behalte nur den Mittellauf (Herzstück)!
Ruhen lassen: Frischer Schnaps ist 'kantig'. Lasse ihn lüften und dann in Flaschen an einem dunklen Ort mindestens 3 Monate reifen.
Rezept FAQ
Zutaten
- 3 kg Frische Aprikosen (vollreif, weich)
- 0 kg Zucker (optional, nur wenn die Frucht nicht süß genug ist)
- 2 l Wasser (nur wenn die Maische zu dick ist)
- 10 g Brennereihefe (und Pektinase-Enzym)