Kudu-Steak

Der Kudu ist eines der edelsten Wildtiere Afrikas. Sein Fleisch ist tiefrot, extrem mager und cholesterinarm. Da es fast kein Fett enthält, ist der größte Fehler, den man machen kann, es totzubraten. Behandle es wie feinstes Rinderfilet: heiße Pfanne, kurze Garzeit und reichlich Butter am Ende, um die fehlende Saftigkeit auszugleichen. Das Rosmarin-Knoblauch-Butterbad (Arrosieren) ist die Geheimwaffe der Köche gegen Trockenheit.
🕒 Vorbereitung 10 Min.
🍳 Kochzeit 10 Min.
Gesamtzeit 25 Min.
🍽️ Portionen 4 Portionen
🔥 Kalorien 320 kcal
🌍 Küche International

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Pfanne mit dickem Boden (Gusseisen ist am besten)
  • Küchenpapier
  • Löffel zum Übergießen
  • Fleischzange

Allergeninformationen

⚠️ Milch

Zubereitung

1

Trocknen: Nimm das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank und tupfe die Oberfläche mit Küchenpapier absolut trocken.

Tipp: Nasses Fleisch brät nicht, es dünstet. Das Wasser muss erst verdampfen (100 °C), bevor das Fleisch bräunen kann (140 °C+), bis dahin ist der Kern längst übergart.
2

Würzen: Bestreiche das Fleisch dünn mit Öl, salze und pfeffere es erst unmittelbar vor dem Braten.

Tipp: Wenn du zu früh salzt, zieht das Salz Wasser aus dem Fleisch und die Oberfläche wird feucht. Pfeffer kann in der heißen Pfanne verbrennen, deshalb pfeffern viele erst nach dem Braten (Geschmackssache).
3

Braten: Erhitze die Pfanne, bis sie raucht. Leg das Fleisch hinein. Brate es je nach Dicke 3–4 Minuten pro Seite, ohne es zu bewegen, bis es eine schöne Kruste hat.

Tipp: Die Kruste ist das A und O! Die Maillard-Reaktion sorgt für den Geschmack. Wenn du es bewegst, kühlst du die Oberfläche ab.
4

Butterbad (Arrosieren): Gib in der letzten Minute die Butter, den Rosmarin und den angedrückten Knoblauch dazu. Kippe die Pfanne leicht und übergieße das Fleisch ständig mit der schäumenden, duftenden Butter.

Tipp: Das heiße Fett hilft, das Fleisch gleichmäßig zu garen, während die Milchtrockenmasse der Butter einen nussigen Geschmack verleiht und die Gewürze im Fett gelöst werden.
5

Ruhen lassen: Nimm das Fleisch heraus, leg es auf ein Brett und lass es vor dem Servieren 5 Minuten ruhen. Mit Zitrone servieren.

Tipp: Während der Ruhezeit entspannen sich die Fasern und die Säfte verteilen sich wieder. Die Säure der Zitrone hilft, den eisernen Geschmack des Wildfleischs auszubalancieren.

Rezept FAQ

Woher weiß ich, dass es fertig ist?
Drück mit dem Finger drauf! Fühlt es sich so weich an wie deine Nasenspitze, ist es 'rare'. Wie dein Kinn? Dann ist es 'well-done' (mach das nicht!). 'Medium-rare' fühlt sich an wie dein Daumenballen.

Zutaten

  • 4 Stk. Kudu-Steaks (zimmerwarm)
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 Zehen Knoblauch (in der Schale, angedrückt)
  • 2 Zweige Frischer Rosmarin
  • 1 TL Grobes Salz
  • 1 TL Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 50 g Butter
  • 4 Stk. Zitronenspalten (zum Servieren)