- Muss ich die Kirschen entsteinen?
- Ja! Die Kerne enthalten Blausäureverbindungen, die in großen Mengen giftig sein können und einen bitteren Geschmack verursachen. Ein paar Kerne können für das Aroma bleiben, aber der Großteil muss raus.
- Warum brauche ich Hefe?
- Zwar gibt es Wildhefen auf der Fruchtschale, aber Reinzuchthefe garantiert eine stabile, saubere und zügige Gärung ohne Fehlgärungen.
- Ist das Brennen zu Hause legal?
- Informiere dich über die aktuellen Zoll- und Steuervorschriften! Für Privatpersonen gelten oft strenge Mengengrenzen und Meldepflichten.
Hausgemachter Sauerkirsch-Schnaps
Zutaten
Benötigtes Zubehör
- Großes Gärfass (mit Gärspund)
- Entsteiner (Maschine oder manuell)
- Bohrmaschine mit Rühraufsatz (zum Maischen)
- Destillieranlage (oder Lohnbrennerei)
- Alkoholmeter (Spindel)
Zubereitung
Verlese die Kirschen: Wirf schimmelige oder faule Früchte weg, entferne Stiele und Blätter. Wasche sie gründlich.
Entsteine die Kirschen. Zerdrücke das Fruchtfleisch in einem sauberen Fass (anquetschen, aber die Kerne nicht zertrümmern!).
Rühre die Hefe in etwas lauwarmem Zuckerwasser an (Hydratisierung). Sobald sie schäumt, rühre sie unter die Maische. Wenn der Brei sehr dick ist, gib etwas Wasser dazu.
Verschließe das Fass und setze den Gärspund auf. Lagere es 10–14 Tage bei 18–20 °C. Öffne es nicht unnötig!
Wenn es im Gärspund nicht mehr blubbert und die Maische nicht mehr süß, sondern herb-alkoholisch schmeckt, brenne die Maische (oder bringe sie zur Brennerei).
Das Brennen erfolgt in zwei Stufen (Rauh- und Feinbrand): Zuerst gewinnen wir den Rohalkohol, dann reinigen wir diesen und trennen Vor- und Nachlauf ab.
Verdünne den fertigen Brand mit destilliertem Wasser auf Trinkstärke (z. B. 48–50 %) und lasse ihn mindestens 3 Monate dunkel in einem Glasballon ruhen.
Rezept FAQ
Zutaten
- 10 kg Reife, saftige Sauerkirschen
- 0 kg Zucker (Optional - nur wenn sehr sauer, max. 3 %)
- 2 l Wasser (nach Bedarf zum Maischen)
- 1 Packung Reinzuchthefe für Obstbrände (plus Nährsalz)
- 1 Packung Pektinase (Antigeliermittel - optional, aber empfohlen)