Senmaizuke

Senmaizuke (wörtlich 'Tausend Schichten Eingelegtes') ist eines der berühmtesten 'Tsukemono' (Eingelegtes) Kyotos. Die hauchdünn gehobelten, schneeweißen Rettichscheiben sehen aus wie tausend übereinandergelegte Seidenblätter. Statt traditioneller Fermentation ist dies ein schnelles Einlegeverfahren, bei dem süße und saure Aromen dominieren. Die Knackigkeit des Rettichs und die Frische von Kombu (falls verwendet, hier aber Koriander) oder Gewürzen reinigen die Geschmacksknospen bei einer reichhaltigen Mahlzeit.
🕒 Vorbereitung 15 Min.
Gesamtzeit 45 Min.
🍽️ Portionen 4 Portionen
🔥 Kalorien 45 kcal
🌍 Küche Japanisch

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Mandoline oder sehr scharfes Messer
  • Rührschüssel
  • Sieb

Allergeninformationen

⚠️ Soja
⚠️ Gluten (Sojasoße)

Zubereitung

1

Schäle den Rettich und hoble ihn mit einer Mandoline oder einem scharfen Messer in hauchdünne (ca. 1-2 mm) Scheiben.

Tipp: Die Verwendung einer Mandoline garantiert eine gleichmäßige Dicke, so wird jede Scheibe gleichzeitig fertig und sieht ästhetisch aus.
2

Gib die Scheiben in eine Schüssel, bestreue sie mit Salz, wende sie und lass sie 20-30 Minuten stehen.

Tipp: Dieser Schritt entzieht das überschüssige Wasser und die scharfen ätherischen Öle des Rettichs.
3

Während der Rettich ruht, verrühre Zucker, Reisessig, Wasser und Sojasoße in einer kleinen Schüssel, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

Tipp: Kochen ist nicht nötig, kaltes Rühren reicht, so bleibt das frische Aroma des Essigs erhalten.
4

Drücke den eingesalzenen Rettich gründlich mit der Hand aus, spüle ihn dann mit kaltem Wasser ab und drücke ihn erneut so gut wie möglich aus.

Tipp: Je weniger Wasser darin bleibt, desto besser saugt er die Marinade auf.
5

Gieße die Marinade über den ausgedrückten Rettich, rühre um und stelle ihn vor dem Servieren mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Tipp: Durch die Kühlung verfestigen sich die Fasern wieder, so wird das Erlebnis richtig knackig.
6

Bestreue ihn vor dem Servieren mit grob gehacktem frischem Koriander.

Tipp: Das grüne Kraut bildet einen frischen Kontrast zum weißen Rettich.

Rezept FAQ

Warum muss man den Rettich einsalzen?
Das Salz entzieht den Rettichzellen durch Osmose Wasser. Dadurch verliert der Rettich seinen rohen, scharfen Geschmack und die Konsistenz wird elastischer und knackiger, er bricht nicht.
Wie lange hält er sich?
Im Kühlschrank, luftdicht verschlossen, bleibt er 1-2 Wochen frisch, ja, die Aromen reifen mit der Zeit sogar noch besser zusammen.

Zutaten

  • 2 Stk. Daikon-Rettich (groß)
  • 1 TL Salz (zum Entwässern)
  • 2 EL Zucker
  • 3 EL Reisessig (oder Apfelessig)
  • 50 ml Wasser (abgekocht, abgekühlt)
  • 1 TL Japanische Sojasoße (Shoyu)
  • 1 Bund Frischer Koriander (oder Petersilie)