Honig-Orangen-Linzer

Das Geheimnis des perfekten Linzers liegt in der Harmonie der Gegensätze: Der Teig ist mürbe und butterzart, durch den Honig besonders weich und duftend, während die Säure der Orangenmarmelade einen erfrischenden Kontrast zur süßen Basis bildet. Die Struktur des Teigs hängt von der kalten Butter ab: Beim Backen verwandelt sich das Wasser in der Butter in Dampf und treibt winzige Schichten in den Teig, wodurch er fast auf der Zunge zergeht. Das ist nicht nur ein Plätzchen, sondern die duftende Essenz der festlichen Vorbereitung.
🕒 Vorbereitung 45 Min.
🍳 Kochzeit 12 Min.
Gesamtzeit 3 Std. 20 Min.
🍽️ Portionen 20 Portionen
🔥 Kalorien 145 kcal
🌍 Küche International

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Große Rührschüssel
  • Küchenwaage
  • Nudelholz
  • Linzer Ausstechformen (groß und klein)
  • Backblech mit Backpapier
  • Kühlschrank (zum Ruhen)

Allergeninformationen

⚠️ Gluten
⚠️ Milch
⚠️ Ei

Zubereitung

1

Mehl, Puderzucker, Backpulver und eine Prise Salz in eine große Schüssel sieben und vermischen.

Tipp: Das Sieben lockert das Mehl auf, so wird der Teig luftiger und du vermeidest Klümpchen.
2

Die eiskalten Butterwürfel hinzufügen und mit den Fingerspitzen (oder einem Zerkleinerer) zügig mit dem Mehl verkrümeln, bis eine Konsistenz wie feuchter Sand entsteht.

Tipp: Arbeite schnell! Wenn die Butter durch die Handwärme schmilzt, saugt das Mehl das Fett auf und der Teig wird hart wie Keks statt mürbe.
3

Eine Mulde in die Mitte drücken und Eigelbe, Honig, Vanillezucker sowie den feinen Orangenabrieb hineingeben.

Tipp: Die ätherischen Öle der Orangenschale lösen sich am besten im Fett, so wird der Geschmack am intensivsten.
4

Mit schnellen Bewegungen den Teig verkneten, gerade so lange, bis er zu einer Kugel zusammenhält. Nicht totkneten!

Tipp: Zu langes Kneten aktiviert das Gluten im Mehl, was den Teig nach dem Backen zäh und gummiartig macht.
5

Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Tipp: Während des Ruhens wird die Butter wieder fest und die Mehlpartikel nehmen gleichmäßig Feuchtigkeit auf, sodass der Teig beim Ausrollen nicht reißt.
6

Den Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 3-4 mm dünn ausrollen.

Tipp: Sollte er kleben, rolle ihn zwischen zwei Lagen Backpapier aus, so musst du kein zusätzliches Mehl einarbeiten, das ihn härter machen würde.
7

Kreise ausstechen. Bei der Hälfte der Kreise die Mitte mit einer kleineren Form ausstechen (das werden die Deckel).

8

Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 10-12 Minuten backen. Herausnehmen, wenn die Ränder anfangen, leicht Farbe zu bekommen, die Oberfläche aber noch hell ist.

Tipp: Die Linzer backen auf dem heißen Blech noch nach. Wenn sie im Ofen braun werden, schmecken sie abgekühlt oft bitter und verbrannt.
9

Den Teig vollständig auf dem Blech auskühlen lassen (warm bricht er leicht!).

10

Die vollen Kreise mit Orangenmarmelade bestreichen und vorsichtig die Deckel daraufsetzen.

Tipp: Verwende dickflüssige Marmelade, da zu flüssige den Teig aufweicht.
11

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Am besten schmecken sie am nächsten Tag, wenn der Teig durch die Marmelade weich geworden ist.

Rezept FAQ

Warum ist der Teig hart geworden?
Wahrscheinlich hast du ihn zu lange geknetet oder die Butter ist während der Arbeit geschmolzen. Linzer Teig muss zügig und mit kalten Händen verarbeitet werden.
Was tun, wenn er krümelt und nicht bindet?
Gib ganz wenig kaltes Wasser oder Eigelb hinzu, aber vorsichtig, nur tropfenweise!
Wie lagere ich sie?
In einer Blechdose an einem kühlen Ort. Sie brauchen ein paar Tage, um durch die Marmelade richtig weich zu werden.

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl Type 405 (gesiebt)
  • 100 g Puderzucker
  • 150 g Butter (eiskalt, gewürfelt)
  • 2 EL Honig
  • 2 Stk. Eigelb
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Stk. Orange (nur der Abrieb)
  • 150 g Orangenmarmelade (dickflüssig)
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Puderzucker (zum Bestäuben)