Kalops mit Salzkartoffeln

Kalops ist die schwedische Antwort auf Gulasch, aber erwarte keinen Paprikageschmack! Die Seele dieses Gerichts ist der Piment („kryddpeppar“), der dem langsam zart geschmorten Rindfleisch einen besonderen, warmen und würzigen Duft verleiht. Es ist das perfekte Sonntagsessen für lange skandinavische Winter: einfach, rustikal und unendlich tröstlich.
🕒 Vorbereitung 30 Min.
🍳 Kochzeit 2 Std.
Gesamtzeit 2 Std. 30 Min.
🍽️ Portionen 4 Portionen
🔥 Kalorien 650 kcal
🌍 Küche Schwedisch

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Großer Gusseisentopf: Ideal wegen der langen, gleichmäßigen Wärmespeicherung.
  • Pfanne: Zum Anbraten des Fleisches.

Allergeninformationen

⚠️ Gluten
⚠️ Milch

Zubereitung

1

Wende die Fleischwürfel in einer Mischung aus Salz, Pfeffer und Mehl. Erhitze Butter und Öl und brate das Fleisch portionsweise (nicht alles auf einmal!) rundherum braun an. Gib es in den Topf.

Tipp: Wenn du alles Fleisch auf einmal hineingibst, kühlt die Pfanne ab und das Fleisch kocht im eigenen Saft, statt zu braten (keine Maillard-Reaktion).
2

Brate im verbliebenen Fett die grob geschnittenen Zwiebeln und die in Scheiben geschnittenen Möhren kurz an, lösche mit etwas Fond ab, kratze den Bratensatz vom Boden (Deglacieren) und gib alles zum Fleisch.

Tipp: Der Bratensatz steckt voller Geschmack, es wäre eine Sünde, ihn in der Pfanne zu lassen!
3

Gieße den restlichen Fond auf, sodass alles bedeckt ist. Gib Piment und Lorbeerblätter dazu. Decke den Topf ab und lasse es auf kleinster Flamme 2 Stunden sanft köcheln, bis das Fleisch zerfällt.

Tipp: Kollagen braucht Zeit und niedrige Hitze, um sich in Gelatine zu verwandeln. Das macht die Sauce sämig und das Fleisch zart.
4

Koche in den letzten 20 Minuten die Kartoffeln separat in Salzwasser.

Tipp: Nach schwedischem Brauch werden die Kartoffeln nicht im Ragout mitgekocht, sondern dazu serviert, damit sie der Sauce nicht die Kraft nehmen.
5

Serviere den Kalops mit den Salzkartoffeln und eingelegter Roter Bete (klassische Beilage).

Rezept FAQ

Welches Fleisch soll ich wählen?
Rinderwade oder Nacken sind am besten. Diese sehnigen, durchwachsenen Teile werden beim langen Kochen gelatinös und butterzart. Mageres Fleisch würde hier austrocknen.
Warum muss ich das Fleisch mehlieren?
Das Mehl gibt beim Anbraten Geschmack und bindet beim Kochen die Sauce auf natürliche Weise, sodass sie sämig wird.

Zutaten

  • 800 g Rinderwade (gewürfelt)
  • 10 Stk. Ganze Pimentkörner
  • 800 g Kartoffeln (festkochend)
  • 2 Stk. Zwiebeln
  • 2 Stk. Möhren
  • 3 Stk. Lorbeerblätter
  • 2 EL Mehl
  • 500 ml Rinderfond (oder Wasser + Brühwürfel)
  • 2 EL Butter-Öl-Mischung
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Schwarzer Pfeffer