Masor Tenga

Dieses leichte, säuerliche Fischcurry ist der Stolz des Bundesstaates Assam (Nordostindien) und bietet an heißen, schwülen Sommertagen echte Erfrischung. 'Tenga' bedeutet sauer, was in dieser Version durch die fruchtige Säure der Tamarinde erreicht wird. Im Gegensatz zu 'schweren' indischen Currys ist dies ein dünnflüssiges, suppenartiges Gericht, bei dem der natürliche Fischgeschmack dominiert und die Würzung zurückhaltend und frisch ist. Die Verwendung von Senföl sorgt für jenen charakteristischen, an Meerrettich erinnernden 'Biss', der für den authentischen Geschmack unverzichtbar ist.
🕒 Vorbereitung 15 Min.
🍳 Kochzeit 30 Min.
Gesamtzeit 45 Min.
🍽️ Portionen 4 Portionen
🔥 Kalorien 280 kcal
🌍 Küche Indisch

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Tiefe Pfanne oder Wok
  • Schüssel zum Marinieren
  • Mörser oder Reibe

Allergeninformationen

⚠️ Fisch
⚠️ Senf

Zubereitung

1

Schneide die Fischfilets in handflächengroße Stücke, salze sie und reibe sie mit der Hälfte des Kurkumas ein. Lass sie 10-15 Minuten stehen.

Tipp: Salz und Kurkuma würzen nicht nur, sondern desinfizieren und machen das Fischfleisch fester (Wasserentzug), damit es beim Braten nicht zerfällt.
2

Bereite das Gemüse vor: Hacke die Zwiebel fein, würfle die Tomaten, schlitze die Chilis längs auf. Zerdrücke den Knoblauch.

Tipp: Das Aufschlitzen der Chili gibt Geschmack ab, ohne das Gericht durch die Kerne unerträglich scharf zu machen.
3

Erhitze das Senföl in der Pfanne bis zum Rauchpunkt und reduziere dann die Hitze etwas. Brate die Fischstücke von beiden Seiten 2-3 Minuten an, bis sie eine Kruste haben, und nimm sie heraus.

Tipp: Senföl muss 'eingebrannt' (bis zum Rauchen erhitzt) werden, damit der scharfe, rohe Geschmack gemildert wird.
4

Brate im verbliebenen Öl die Zwiebel goldgelb an. Gib Knoblauch, Ingwer und Chili dazu und brate alles eine weitere Minute.

Tipp: Ingwer- und Knoblaucharomen lösen sich am besten in Öl.
5

Streue den restlichen Kurkuma hinein und gib die Tomaten dazu. Koche bei mittlerer Hitze und zerdrücke die Tomaten mit dem Kochlöffel, bis sie zu Brei werden und sich das Öl absetzt.

Tipp: Diese Phase (Bhuna) konzentriert die Aromen.
6

Löse die Tamarindenpaste im warmen Wasser auf und gieße sie in die Pfanne. Bringe den Sud zum Kochen.

Tipp: Wenn du feste Tamarinde verwendest, weiche sie vorher ein und passiere sie, damit keine Kerne hineingelangen.
7

Lass die Fischstücke vorsichtig in die köchelnde Flüssigkeit gleiten. Gare sie bei schwacher Hitze 5-8 Minuten, bis der Fisch durch ist und den säuerlichen Geschmack angenommen hat.

Tipp: Ab jetzt nicht mehr rühren, nur am Topf rütteln, da gekochter Fisch zerbrechlich ist.
8

Schalte den Herd aus und bestreue alles reichlich mit gehacktem Koriander. Serviere es heiß mit gedämpftem Reis.

Tipp: Die Zitrusnote des Korianders setzt dem Ganzen die Krone auf.

Rezept FAQ

Kann ich Zitrone statt Tamarinde nehmen?
Ja, obwohl das Geschmacksprofil anders sein wird. Tamarinde hat eine tiefere, erdigere Säure, Zitrone ist frischer. Wenn du Zitrone nimmst, presse sie erst ganz zum Schluss hinein, koche sie nicht mit.
Welcher Fisch ist am besten?
Jeder Süßwasserfisch (Karpfen, Wels) oder weißer Seefisch. Fettreiche Fische (wie Lachs) passen weniger zu dieser leichten Brühe.
Was tun, wenn ich kein Senföl habe?
Verwende Sonnenblumenöl, aber gib für das 'Tenga'-Erlebnis dann eine Prise gemahlene Senfkörner zur Zwiebelbasis.

Zutaten

  • 500 g Fischfilet (Karpfen, Wels oder Tilapia)
  • 2 EL Tamarindenpaste (oder Konzentrat)
  • 2 Stk. Tomaten
  • 2 Stk. Grüne Chilischoten
  • 1 Stk. Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 TL Frischer Ingwer (gerieben)
  • 1 Bund Frisches Koriandergrün
  • 3 EL Senföl (oder Pflanzenöl)
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • 500 ml Warmes Wasser