Faschingskrapfen

Der perfekte Krapfen ist die Königin des Faschings. Der charakteristische helle Streifen – der Kragen – an der Seite ist nicht nur Deko: Er beweist, dass der Teig so luftig leicht ist, dass er auf dem heißen Öl schwimmt und nicht untergeht. Dieses Rezept erfordert Geduld und das richtige Temperaturmanagement, aber das Ergebnis belohnt dich.
🕒 Vorbereitung 1 Std. 30 Min.
🍳 Kochzeit 30 Min.
Gesamtzeit 2 Std.
🍽️ Portionen 6 Portionen
🔥 Kalorien 420 kcal
🌍 Küche Ungarisch / Mitteleuropäisch

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Große Rührschüssel: Zum Kneten und Gehenlassen.
  • Breiter Topf: Für gleichmäßige Hitze beim Frittieren.
  • Thermometer: Für die exakte Öltemperatur.
  • Schaumkelle: Zum Herausheben.
  • Ausstecher: Oder ein dünnwandiges Glas.

Allergeninformationen

⚠️ Gluten
⚠️ Milch
⚠️ Ei

Zubereitung

1

Dampfl ansetzen: In 100 ml lauwarmer Milch 1 TL Zucker lösen, Hefe hineinbröseln und mit etwas Mehl bestäuben. An einem warmen Ort 10–15 Min. gehen lassen, bis es schäumt.

Tipp: Die Hefepilze fressen den Zucker und produzieren CO2, was den Schaum erzeugt.
2

Mehl in die Schüssel sieben, Salz, restlichen Zucker, Eigelbe, Zitronenschale, Rum, restliche Milch und das Dampfl zugeben.

Tipp: Der Rum gibt Geschmack, aber der beim Backen entweichende Alkohol sorgt auch für 'Innendruck', wodurch weniger Fett eindringt.
3

Knete den Teig. Wenn er zusammenkommt, gib die geschmolzene Butter dazu und knete weiter (ca. 10–15 Min.), bis er glatt und glänzend ist und Blasen wirft.

Tipp: Fett umhüllt die Mehlteilchen, daher erst zum Schluss zugeben, um die Bildung des Klebergerüsts (Gluten) nicht zu stören.
4

Abgedeckt an einem warmen, zugfreien Ort ca. 45–60 Min. gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Tipp: Zugluft kühlt die Oberfläche, was die Hefe stoppt. Ideal sind 25–27 °C.
5

Teig auf bemehlter Fläche sanft 2 Finger dick flach drücken (nicht stark rollen!). Krapfen ausstechen, Reste erneut kneten und ausstechen.

Tipp: Drücke die wertvollen Luftbläschen nicht mit dem Nudelholz heraus.
6

Die Rohlinge abgedeckt nochmals 20–30 Minuten gehen lassen.

Tipp: Diese zweite Gehzeit entspannt den Teig, damit er beim Backen groß aufgeht.
7

Öl auf 170 °C erhitzen. Drücke eine Mulde in die Mitte der Krapfen und lege sie mit der Oberseite nach unten ins Fett. Deckel drauf!

Tipp: Unter dem Deckel entsteht Dampf, der den Teig noch höher treibt.
8

Nach 1,5–2 Minuten wenden (wenn sie braun sind). Jetzt OHNE Deckel die andere Seite backen.

Tipp: Die zweite Seite soll knusprig werden, Dampf würde das verhindern.
9

Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Marmelade in die Mulde geben und mit Puderzucker bestäuben.

Tipp: Warte mit dem Puderzucker, bis sie lauwarm sind, sonst schmilzt er.

Rezept FAQ

Warum haben sie keinen weißen Rand (Kragen)?
Der Teig war wahrscheinlich zu schwer (zu viel Mehl), ist nicht genug gegangen oder hat Zugluft bekommen. Der Rand entsteht nur, wenn der Krapfen hoch auf dem Öl schwimmt.
Warum innen roh und außen verbrannt?
Das Öl war zu heiß. Der Zucker im Teig karamellisiert zu schnell, bevor die Hitze die Mitte erreicht.
Warum sind sie fettig?
Das Öl war zu kalt oder es fehlte der Schuss Alkohol (Rum) im Teig, der das Einsaugen hemmt.

Zutaten

  • 500 g Mehl (Type 405, gesiebt)
  • 250 ml Lauwarme Milch
  • 25 g Frische Hefe
  • 50 g Zucker
  • 3 Stk. Eigelb (zimmerwarm)
  • 50 g Butter (geschmolzen, nicht heiß)
  • 1 EL Rum
  • 1 Stk. Zitronenabrieb
  • 1 Prise Salz
  • 1 l Sonnenblumenöl (zum Frittieren)
  • 50 g Puderzucker (zum Servieren)
  • 150 g Aprikosenmarmelade