Masala Dosa

Die Königin des südindischen Frühstücks, die eigentlich ein Geduldsspiel ist. Das Geheimnis des knusprigen, hauchdünnen Pfannkuchens liegt in der Fermentation: Eine Mischung aus Reis und Linsen ruht über Nacht, erwacht zum Leben und wirft Blasen. Das macht den Teig gleichzeitig leicht, säuerlich und knusprig – ein perfekter Kontrast zur weichen, würzigen Kartoffelfüllung im Inneren.
🕒 Vorbereitung 15 Std.
🍳 Kochzeit 30 Min.
Gesamtzeit 15 Std. 30 Min.
🍽️ Portionen 4 Portionen
🔥 Kalorien 380 kcal
🌍 Küche Indisch (Südindien)

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Hochleistungsmixer (zum Mahlen)
  • Tawa oder Pfannkuchenpfanne (am besten Gusseisen)
  • Schöpfkelle mit flachem Boden (zum Verteilen des Teigs)

Allergeninformationen

⚠️ Senf

Zubereitung

1

Am Vortag: Wasche Reis und Linsen (Dal) getrennt. Weiche sie in reichlich Wasser für mindestens 4-6 Stunden ein. Gib den Bockshornklee zum Reis.

Tipp: Bockshornkleesamen fördern die Vermehrung wilder Hefen, die für das Aufgehen nötig sind, und sorgen für eine schöne Bräunung beim Backen.
2

Mahle die Linsen mit wenig Wasser zu einer glatten, schaumigen Paste. Gib sie in eine große Schüssel. Mahle auch den Reis (kann etwas körniger bleiben) und mische ihn unter den Linsenbrei. Gib Salz dazu und vermenge es mit der Hand.

Tipp: Das Mischen mit der Hand bringt Bakterien von unserer Haut ein, die die Fermentation unterstützen. Die 'schaumige' Konsistenz ist wegen der Luftblasen wichtig.
3

Decke den Teig ab und lass ihn an einem warmen Ort 8-12 Stunden fermentieren, bis sich das Volumen verdoppelt hat und er säuerlich riecht.

Tipp: Entstehende Gase (CO2) treiben den Teig auf, Säuren (Milchsäure) sorgen für den Geschmack.
4

Bereite die Füllung zu: Koche die Kartoffeln in der Schale, pelle sie und zerdrücke sie grob. Erhitze Öl in einer Pfanne, gib die Senfsaat hinein. Wenn sie springt, gib Curryblätter, gehackte Chili und die gewürfelte Zwiebel dazu.

Tipp: Senfsaat entfaltet ihren Geschmack nur, wenn sie im heißen Öl aufspringt.
5

Dünste die Zwiebel glasig, streue Kurkuma darüber, hebe die Stampfkartoffeln unter und salze alles. Wenn es zu trocken ist, gib einen Schluck Wasser dazu. Stell es beiseite.

Tipp: Kurkuma ist fettlöslich, seine Farbe und sein Geschmack lösen sich im Öl am besten.
6

Backen: Erhitze die Pfanne auf mittlere Hitze. Spritze etwas Wasser darauf: Wenn es zischend verdampft (tanzt), ist die Temperatur richtig. Wische sie trocken.

Tipp: Dieser Leidenfrost-Effekt zeigt die richtige Temperatur an.
7

Gib eine Kelle Teig in die Mitte und streiche ihn mit der Unterseite der Kelle in kreisenden Bewegungen spiralförmig nach außen dünn aus.

Tipp: Du musst schnell sein, da der dünne Teig sofort backt und stockt.
8

Beträufle die Ränder und die Mitte mit etwas Öl/Ghee. Backe, bis die Unterseite goldbraun ist und sich die Ränder hochwölben.

Tipp: Das Fett hilft beim Knusprigwerden und beim Geschmack.
9

Gib etwas Kartoffelfüllung in die Mitte, klappe den Dosa zusammen oder rolle ihn auf und serviere ihn sofort.

Tipp: Der Dampf beginnt sofort, den Teig aufzuweichen, daher ist er nur ganz frisch knusprig.

Rezept FAQ

Warum klebt der Dosa an?
Die Pfanne war nicht heiß genug oder nicht richtig eingebrannt/geölt. Versuche, sie vor dem Backen mit einer Zwiebelhälfte abzureiben.
Warum ist er nicht knusprig geworden?
Du hast den Teig zu dick verteilt oder er ist nicht lang genug fermentiert.
Was mache ich mit dem restlichen Teig?
Er hält sich 2-3 Tage im Kühlschrank und wird sogar noch säuerlicher und besser.

Zutaten

  • 200 g Rundkornreis (z.B. Idli-Reis)
  • 100 g Urad Dal (geschälte schwarze Linsen)
  • 5 g Bockshornkleesamen
  • 10 TL Salz
  • 40 ml Öl oder Ghee
  • 300 g Kartoffeln
  • 5 g Schwarze Senfsaat
  • 10 Stk. Curryblätter
  • 2 g Kurkuma
  • 1 Stk. Zwiebel
  • 1 Stk. Grüne Chili