Rákóczi-Quarkkuchen

Ein Dessert, das Meisterkoch János Rákóczi für die Weltausstellung 1958 in Brüssel kreierte und das sofort zum Klassiker wurde. Die Essenz ist das Spiel der Texturen: mürber Linzer Teig, säuerlich-cremige Zitronen-Quarkfüllung und ein knusprig-klebriges Gitter aus Baiser (Eischnee). Die Aprikosenmarmeladen-Punkte sind nicht nur Deko: Ihre Säure bricht die Süße des Baisers.
🕒 Vorbereitung 30 Min.
🍳 Kochzeit 35 Min.
Gesamtzeit 1 Std. 5 Min.
🍽️ Portionen 8 Portionen
🔥 Kalorien 420 kcal
🌍 Küche Ungarisch

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Backblech (mittlere Größe) oder Springform
  • Spritzbeutel mit Sterntülle
  • Handrührgerät

Allergeninformationen

⚠️ Gluten
⚠️ Milch
⚠️ Ei

Zubereitung

1

Die kalte Butter zügig mit Mehl, Puderzucker und Salz verbröseln (soll wie Sand aussehen). Die 2 Eigelbe hinzufügen und verkneten. In Folie wickeln und 30 Minuten kühlen.

Tipp: Die kalte Butter entwickelt beim Backen Dampf in den Teigporen, das macht ihn mürbe. Wenn sie durch warme Hände schmilzt, wird der Teig hart.
2

Den Teig auf Blechgröße ausrollen, mit einer Gabel einstechen und bei 180 °C 10–12 Minuten blindbacken.

Tipp: Das Vorbacken verhindert, dass der feuchte Quark den Boden durchweicht. Er ist fertig, wenn er gerade beginnt, Farbe anzunehmen.
3

Inzwischen den Quark durch ein Sieb streichen. Mit Schmand, Zitronenschale, der Hälfte des Zuckers (ca. 70 g) und den 2 Eigelben verrühren.

Tipp: Das Passieren ist wichtig für eine cremige Konsistenz. Das Eigelb emulgiert (bindet) die Füllung.
4

Die Quarkcreme auf den vorgebackenen Boden streichen und weitere 15 Minuten backen.

Tipp: Die Proteine im Quark (Kasein) gerinnen durch Hitze, sodass die Creme fest wird.
5

Aus den 4 Eiweißen und dem restlichen Zucker einen steifen, glänzenden Schnee schlagen. In einen Spritzbeutel füllen und ein Gitter auf den Kuchen spritzen.

Tipp: Den Zucker nach und nach zugeben, um die Luftbläschen zu stabilisieren. Der Schnee ist gut, wenn er am Schneebesen stehen bleibt.
6

Die Zwischenräume des Gitters mit Marmelade füllen. Den Ofen auf 150 °C reduzieren und den Kuchen weitere 10–15 Minuten trocknen lassen, bis das Baiser hellbraun ist.

Tipp: Hier backen wir nicht mehr, sondern verdampfen nur Wasser aus dem Schnee, damit er eine knusprige Kruste bekommt.

Rezept FAQ

Warum 'weint' das Baiser am nächsten Tag?
Das nennt man Synärese. Wenn sich der Zucker nicht vollständig im Eiweiß gelöst hat oder du es zu heiß gebacken hast, wird das Eiweißgerüst instabil und lässt Wasser. Trockne es bei niedriger Temperatur!
Fällt der Quark zusammen?
Die Quarkfüllung sollte beim Backen leicht aufgehen und sich beim Abkühlen stabilisieren. Wenn sie zu flüssig ist, gib einen Löffel Grieß dazu, der die Molke aufsaugt.

Zutaten

  • 300 g Mehl (Type 405)
  • 150 g Kalte Butter
  • 100 g Puderzucker (für den Teig)
  • 2 Stk. Eigelb (für den Teig)
  • 1 Prise Salz
  • 500 g Speisequark (20% oder 40% Fett)
  • 3 EL Schmand
  • 150 g Kristallzucker (geteilt für Quark und Baiser)
  • 1 Stk. Abrieb einer Zitrone
  • 2 Stk. Eigelb (für den Quark)
  • 4 Stk. Eiweiß
  • 150 g Aprikosenmarmelade