Ungarische Goldnockerln mit Vanillesauce

Die Aranygaluska ist die Königin der Hefeteige: Sie wird nicht als ein Block gebacken, sondern besteht aus kleinen, in Butter und Nüssen gewälzten Kugeln, die zu einer verführerischen Einheit zusammenbacken. Beim Backen verschmelzen die Kugeln, lassen sich aber leicht von Hand auseinanderzupfen und offenbaren das weiche, faserige Innere. Die dazu gereichte Vanillesauce (oder Englische Creme) macht dieses reichhaltige Dessert komplett.
🕒 Vorbereitung 40 Min.
🍳 Kochzeit 35 Min.
Gesamtzeit 1 Std. 15 Min.
🍽️ Portionen 5 Portionen
🔥 Kalorien 680 kcal
🌍 Küche Ungarisch

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Große Schüssel zum Gehenlassen
  • Auflaufform oder Springform
  • Ausstecher (oder kleines Glas)
  • Schneebesen für die Sauce

Allergeninformationen

⚠️ Gluten
⚠️ Schalenfrüchte
⚠️ Milch
⚠️ Ei

Zubereitung

1

Löse die Hefe mit etwas Zucker in der lauwarmen Milch auf. Verknete Mehl, Eigelbe, restlichen Zucker, Salz und Zitronenschale mit der Hefemilch zu einem weichen Teig. Lass ihn auf das Doppelte aufgehen (ca. 45-60 Minuten).

Tipp: Die Hefepilze ernähren sich vom Zucker und produzieren Gas, das den Teig aufbläht. Das Kneten bildet das elastische Gerüst, das dieses Gas hält. (Fermentation und Glutengerüst)
2

Rolle den Teig fingerdick aus und stich kleine Pogatschen (Taler) aus. Tauche jedes Stück in geschmolzene Butter und wende es dann in gezuckerten, gemahlenen Walnüssen.

Tipp: Die Butterschicht verhindert, dass die Nockerln komplett zusammenbacken, so entsteht das 'zupfbare' Endergebnis.
3

Schichte die Nockerln in eine gefettete Form (wenn du magst, streue Rosinen dazwischen). Lass sie nochmals 30 Minuten ruhen, dann backe sie bei 180 °C ca. 30-35 Minuten goldbraun.

Tipp: Das zweite Gehenlassen ist unerlässlich für die lockere Konsistenz.
4

Für die Sauce schlage die Eigelbe mit dem Zucker und dem ausgekratzten Mark der Vanille schaumig. Koche die Milch auf und gieße sie unter ständigem Rühren langsam zur Eimischung.

Tipp: Der Temperaturausgleich (Temperieren) ist wichtig: Wenn du die heiße Milch zu schnell zum Ei gibst, gerinnt es.
5

Gieße alles zurück in den Topf und dicke es bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren ein (nicht kochen!).

Tipp: Die Bindekraft des Eies ist bei ca. 82-84 °C am besten. Wenn du es aufkochst, flockt es aus.

Rezept FAQ

Der Teig ist nicht aufgegangen.
Entweder war die Hefe alt, oder die Milch zu heiß (hat die Hefe getötet) oder zu kalt (hat sie nicht aktiviert). Lass den Teig an einem zugfreien Ort in lauwarmer Milch gehen.
Die Oberseite ist ausgetrocknet.
Es war nicht genug Butter drauf. Wende die Kugeln gründlich in der geschmolzenen Butter, das schützt sie vor dem Austrocknen.
Die Sauce ist klumpig geworden.
Du hast sie zu schnell erhitzt, und das Ei ist geronnen (Rührei). Dicke sie über einem Wasserbad oder bei sehr niedriger Hitze unter ständigem Rühren ein.

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl
  • 250 ml Lauwarme Milch
  • 25 g Frische Hefe
  • 60 g Zucker (für den Teig)
  • 100 g Geschmolzene Butter (zum Schichten)
  • 2 Stk. Eigelb (für den Teig)
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Gemahlene Walnüsse
  • 50 g Rosinen (optional)
  • 1 Stk. Geriebene Zitronenschale
  • 500 ml Milch (für die Sauce)
  • 4 Stk. Eigelb (für die Sauce)
  • 80 g Zucker (für die Sauce)
  • 1 Stange Vanille