Vazhaithandu Kootu

Die Genialität der südindischen Küche liegt darin, dass nichts verschwendet wird: Der Bananenstamm (Vazhaithandu) ist eine Ballaststoffbombe mit einer Textur, die an jungen Kohlrabi erinnert. Das Wesen der 'Kootu'-Technik besteht darin, dass Gemüse und Linsen von einer dicken, würzigen Kokossauce zusammengehalten werden, die am Ende mit heißem, duftendem Öl gekrönt wird. Dies ist keine Suppe, sondern eher ein saftiges Gemüsegericht.
🕒 Vorbereitung 30 Min.
🍳 Kochzeit 30 Min.
Gesamtzeit 1 Std.
🍽️ Portionen 4 Portionen
🔥 Kalorien 210 kcal
🌍 Küche Indisch

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Scharfes Messer zum Putzen
  • Mixer oder Zerkleinerer
  • Mittlerer Topf
  • Kleine Pfanne für das Temperieren (Tadka)

Zubereitung

1

Schäle den Bananenstamm: Entferne die äußeren, harten Schichten, bis du zum weißen, zylindrischen Inneren gelangst. Schneide ihn in Scheiben, dabei wickle die spinnwebenartigen Fasern mit dem Finger auf und ziehe sie heraus. Würfle ihn und lege ihn sofort in das Buttermilchwasser.

Tipp: Das Entfernen der Fasern ist entscheidend für den Genuss, sonst bleibt es zäh.
2

Wasche den Toor Dal und setze ihn mit so viel Wasser auf, dass er bedeckt ist. Gib eine Prise Kurkuma hinzu und koche ihn vollständig weich und cremig (ca. 20–25 Minuten).

Tipp: Die zerkochten Linsen geben dem Gericht Körper und binden die Sauce (Stärkeverkleisterung).
3

Gieße die Bananenstamm-Würfel ab und koche sie in frischem Salzwasser. Gare sie bissfest (al dente) in ca. 10–12 Minuten. Gieße sie ab, aber bewahre etwas Kochwasser auf.

Tipp: Koche sie nicht zu matschig, der Bananenstamm soll neben den cremigen Linsen für Textur sorgen.
4

Während das Gemüse kocht, bereite das 'Masala' zu: Püriere die Kokosraspeln, die grünen Chilis und den Kreuzkümmel mit etwas Wasser zu einer dicken Paste.

Tipp: Der Ölgehalt der Kokosnuss und die Aromen der Gewürze konzentrieren sich in dieser Paste (Emulsionsbasis).
5

Vermische in einem Topf den gekochten Bananenstamm, die weich gekochten Linsen und die Kokospaste. Koche alles 3–4 Minuten zusammen auf, schmecke mit Salz ab.

Tipp: Hier verbinden sich die Aromen; wenn es zu dick ist, kannst du es mit dem beiseitegestellten Kochwasser verdünnen.
6

Das Finish (Tadka): Erhitze Öl in einer kleinen Pfanne. Gib die Senfsaat hinein, warte bis sie springt, dann füge Urad Dal, Curryblätter und Asant hinzu. Wenn es duftet und die Linsen goldbraun sind, gieße das heiße Öl über das Gemüsegericht.

Tipp: Das heiße Öl 'sprengt' die ätherischen Öle in den Gewürzen frei und verleiht dem Gericht ein intensives Aroma (Aromaextraktion).

Rezept FAQ

Warum muss der Bananenstamm in Buttermilchwasser gelegt werden?
Die Säure der Buttermilch verhindert die Oxidation, sodass das Gemüse nach dem Schneiden nicht braun wird.
Kann man Toor Dal ersetzen?
Ja, es funktioniert auch mit roten Linsen, aber diese verkochen schneller, benötigen also eine kürzere Kochzeit.

Zutaten

  • 300 g Bananenstamm (oder junger Kohlrabi)
  • 100 g Toor Dal (Straucherbsen)
  • 3 EL Kokosraspeln
  • 1 TL Kreuzkümmel (ganz)
  • 2 Stk. Grüne Chilis
  • 1 TL Senfsaat
  • 1 TL Urad Dal (geschälte schwarze Linsen)
  • 1 Prise Asant (Hing/Teufelsdreck)
  • 0.5 TL Kurkuma
  • 2 EL Pflanzenöl (oder Kokosöl)
  • 1 TL Salz
  • 1 Zweig Curryblätter (frisch)
  • 2 dl Buttermilch (oder Joghurtwasser)