- Warum ist das Fleisch hart?
- Wahrscheinlich zu kurz oder zu heiß gebraten, sodass sich die Fasern zusammengezogen haben. Gans braucht sanfte, lange Hitze.
- Was mache ich mit dem vielen Fett?
- Auf keinen Fall wegwerfen! Siebe es ab und nutze es zum Kochen oder als Brotaufstrich – das ist das 'Gold' der Gans.
Gebratene Gänsekeule
Gänsekeule zuzubereiten ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Die dicke Fettschicht unter der Haut braucht Zeit, um auszuschmelzen; das macht die Fasern zart. Bei Eile wird das Fleisch zäh und das Fett bleibt schwer. Der Lohn der Geduld: butterweiches Fleisch im eigenen Schmalz und eine Haut, die wie Chips kracht.
Zutaten
4
Stk.
Gänsekeulen
1
TL
Salz
0.5
TL
Pfeffer
4
Zehen
Knoblauch
1
TL
Kümmel
2
EL
Öl
200
ml
Wasser
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Benötigtes Zubehör
- Tiefes Backblech oder Bräter
- Alufolie
- Pfanne (zum Anbraten)
Zubereitung
1
✓
Säubere die Keulen und reibe sie gründlich mit Salz, Pfeffer und zerdrücktem Knoblauch ein.
Tipp: Reibe das Salz auch unter die Haut direkt auf das Fleisch, damit die Aromen tief eindringen.
2
✓
Erhitze etwas Öl in einer Pfanne und brate die Keulen rundherum an, bis sie Farbe bekommen.
Tipp: Dieses Anbraten (Maillard-Reaktion) sorgt für den typischen Bratengeschmack, den das Dünsten allein nicht erzeugt.
3
✓
Lege die Keulen in einen Bräter, bestreue sie mit Kümmel und gieße das Wasser an.
Tipp: Der Wasserdampf hilft in der ersten Phase, die Fasern weich zu machen und Austrocknen zu verhindern.
4
✓
Decke sie mit Folie ab und brate sie bei 160 °C für ca. 2 Stunden.
Tipp: Die niedrige Temperatur ermöglicht das Gelieren des Kollagens (Sehnen), was das Fleisch zart macht.
5
✓
Nimm die Folie ab, erhöhe die Hitze auf 200 °C und brate die Haut in ca. 20 Minuten knusprig.
Tipp: Die hohe Hitze am Ende verdampft das Restwasser in der Haut und macht sie schön kross.
Rezept FAQ
Zutaten
- 4 Stk. Gänsekeulen
- 1 TL Salz
- 0.5 TL Pfeffer
- 4 Zehen Knoblauch
- 1 TL Kümmel
- 2 EL Öl
- 200 ml Wasser