Pörkölt

Pörkölt ist nicht nur ein Gericht, sondern eine Technik: 'Pörkölt' bedeutet, das Fleisch im eigenen Fett anzubraten und in kurzem Saft zu schmoren. Der Saft eines guten Pörkölt ist keine dünne Brühe, sondern eine dicke, cremige Emulsion, die durch die vielen Zwiebeln und das Kollagen aus dem Fleisch entsteht. Ein Geduldsspiel: Man darf es nicht übereilen, man muss den Aromen Zeit geben und das Fleisch der Hitze nachgeben lassen.

🕒 Vorbereitung 20 Min.
🍳 Kochzeit 2 Std.
Gesamtzeit 2 Std. 20 Min.
🍽️ Portionen 5 Portionen
🔥 Kalorien 550 kcal
🌍 Küche Ungarisch

Zutaten

Benötigtes Zubehör

  • Topf mit dickem Boden oder Gulaschkessel
  • Scharfes Messer
  • Kochlöffel

Allergeninformationen

⚠️ Sulfite (Wein)

Zubereitung

1

Schneide das Fleisch in 2–3 cm große Würfel, hacke die Zwiebel sehr fein.

Tipp: Je feiner die Zwiebel, desto besser zerkocht sie und bindet die Sauce.
2

Röste die Zwiebel im Schmalz goldbraun an (das dauert ca. 10–15 Minuten bei kleiner Hitze). Gib am Ende den Kümmel und den zerdrückten Knoblauch dazu.

Tipp: Verbrenne sie nicht, aber röste sie ordentlich, das gibt die Basis.
3

Zieh den Topf vom Herd, rühre das Paprikapulver ein und gieße einen Schluck Wasser darauf.

Tipp: Das Wasser stoppt das Rösten und schützt den Paprika.
4

Stell den Topf zurück auf den Herd, gib das Fleisch dazu und wende es bei starker Hitze, bis es weißlich wird und Saft lässt.

Tipp: Der eigene Saft des Fleisches ist die beste Schmorbasis.
5

Gib die kleingeschnittene Paprika und Tomate dazu. Salze es, decke es ab und koche es im eigenen Saft bei kleiner Flamme.

Tipp: Die Säure der Tomate hilft, das Fleisch mürbe zu machen, der Paprika gibt Frische.
6

Wenn der Saft verkocht ist, gieße immer nur wenig (50 ml) Wasser (oder Wein) nach. Wiederhole das, bis das Fleisch weich ist (1,5–2 Stunden).

Tipp: Das ist die Technik des 'Auf-das-Fett-Röstens': Es soll immer in dicker Sauce schmoren, nicht in dünner Brühe kochen.
7

Wenn das Fleisch zart ist, serviere es mit Nockerln und saurem Gemüse.

Tipp: Der Saft muss dick, glänzend und rot sein.

Rezept FAQ

Wie viel Zwiebel gehört hinein?
Die goldene Regel: Die Zwiebelmenge sollte ca. 20–30% des Fleischgewichts betragen. Die vielen Zwiebeln sorgen für die Sämigkeit der Sauce.
Wann gebe ich den Paprika dazu?
Immer wenn der Topf vom Herd gezogen ist, im Fett auflösen, aber Vorsicht, er verbrennt in Sekunden und wird bitter.

Zutaten

  • 1 kg Rinderwade oder Schweinekeule
  • 3 Stk. Zwiebel
  • 2 Zehe Knoblauch
  • 3 EL Schweineschmalz
  • 2 EL Paprikapulver
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Gemahlener Kümmel
  • 1 Stk. Spitzpaprika (weiß/gelb)
  • 1 Stk. Tomate
  • 1 dl Rotwein (für Rind, optional)
  • 200 ml Wasser (nur so viel wie nötig)